Politics:
by Duckhome
Geht ein kleines oder
mittleres Unternehmen pleite, dann haben haben die Gläubiger, die
Arbeitnehmer und der Staat das Nachsehen. Meist bleibt nur die Bezahlung
für den Insolvenzverwalter übrig. Auch bei großen wie Opel, Quelle und
Karstadt wird sich dies am Ende zeigen. Selbst bei einer Privatinsolvenz
gibt es nach einigen Jahren "Wohlverhaltens" einen Schuldenerlass
Völlig anders ist dies jedoch wenn es um Staatsanleihen geht. Da ist der
Schuldenerlass die große Ausnahme. Da treten dann IWF und Weltbank
gemeinsam auf und diktieren dem Land, dass es die Löhne senken und
Sozialleistungen abbauen sowie öffentliche Leistungen einschränken muss,
damit Kredite gewährt werden.
Seltsamerweise
sind des jedoch nie die Kapitalisten eines Landes die auch nur im
mindesten büßen müssen. Meist wird denen sogar noch großzügig gegeben
und die letzten Rohstoffe und das Tafelsilber des Landes wird an
ausländisches und inländisches Großkapital verkauft, damit das Land nie
wieder hoch kommt.
IWF und Weltbank in denen Horst Köhler, der aktuelle deutsche
Bundespräsidentendarsteller ja genau diese Vorgehensweise immer
propagiert hat, sind neoliberale Organisation die sich wie Köhler ganz
dem Raubtierkapitalismus schlimmster Ausprägung verschrieben haben.
Deshalb ist von dieser Seite keine Änderung zu erwarten.
Griechenland hat sich extra eine neue, eher linke und demokratische
Regierung gewählt und schon durften Ratingagenturen das Land nieder
machen, obwohl es Länder in der Eurozone gibt die weit aus schlechter
dastehen. Übrigens verlangt gerade auch Angela Merkel schwerste Strafen
für die Bevölkerung Griechenlands, bevor geholfen werden kann.
Dabei ist die Sachlage doch eigentlich ganz anders. Die Gläubiger haben
verzockt. Das haben sie auch in Irland, Italien, Spanien und Portugal.
Und auch wer sein Geld im englischen Peso hat, der hat verloren. Aber
das wird nicht passieren. Statt dessen sollen die Bürger Europas
bezahlen, die ja nichts für ihre Regierungen können. Die nicht daran
schuld sind, dass diese sich von Hoteliers kaufen lassen um denen
Steuernachlässe zu gewähren.
Die Griechen haben doch nicht die Reichen immer Reicher gemacht sondern
eine griechische konservative und neoliberale Regierung die genau so
verkommen war, wie die deutsche Regierung. Und das Geld ging auch nicht
an die Griechen, sondern an das internationale Großkapital. Das
internationale Großkapital hat immer weiter neue Kredite gegeben um
daran und an den Staatsausgaben zu verdienen.
Also wäre es doch nur logisch, genau dieses Großkapital am Verlust zu
beteiligen. Aber davon ist keine Rede. Es geht lediglich darum die
Menschen in Griechenland zu bestrafen. Das ist auch nur logisch. Denn
würde man, wie es richtig wäre, 75 Prozent der Schulden für obsolet
erklären, dann träfe es unter anderem die deutschen Banken und
Versicherungen, die in diesen Papieren schwimmen.
Das darf nicht sein, weil dann ja wieder die Banken gerettet werden
müssten. Also lügt sich die Regierung Merkel zusammen mit der
europäischen Diktatur ein Verschulden der Griechen zusammen, um nicht
die Wahrheit sagen zu müssen. Das Kapital hat sich wieder einmal
verzockt. Es hat Griechenland Kredite eingeräumt die durch nichts
gerechtfertigt waren. Und die deutsche Bank um Ackermann den man ja
nicht als Kriminellen bezeichnen darf, weil die Justiz vor ihm
einknickte, macht Milliardengewinne. Auf Kosten der Bürger und ohne
eigene Leistung.
Die Bevölkerung sollte sich wehren, sich wieder einmal die Zeche der
Wahnsinnigen des Kapital überhelfen zu lassen. Zumal es ja kein Ende
gibt. Die Irren zocken fröhlich weiter. Sogenannte Analysten wie Michael
Mewes, Anleihenexperte von JP Morgan Asset Management locken noch
weitere Spinner in den Markt, indem sie verkünden "Ich halte eine
Zahlungsunfähigkeit Griechenlands für eher unwahrscheinlich" und von
einem Ausfallrisiko von 15 Prozent sprechen.
Klar ist das Ausfallrisiko klein, wenn die deutschen Steuerzahler für
die Schulden aufkommen müssen. Wo solche Firmen wie JP Morgan und Leute
wie Mewes agieren dürfen, da kann keine Vernunft einziehen. Sie wollen
nur einen neuen Spieltisch. Neoliberal, verantwortungslos und leider
auch nicht zur Verantwortung zu ziehen. Wer wie Mewes den Markt noch
anheizt, gehört in den Knast und zwar mindestens für 20 Jahre, damit
wieder Vernunft einziehen kann.
Die Griechen selbst lehnen nach einer Umfrage zu 70,2 Prozent übrigens
die Rettung durch IWF und Weltbank sowie EU ab. Sie kennen den Preis,
Wagen wir einen Neuanfang. Lassen wir die Leute die griechische Anleihen
gekauft haben, an ihrer Gier ersticken. Wenn Griechenland 75 Prozent
der Schulden für nicht bezahlbar erklärt, bleibt eine Quote von 25
Prozent. Das ist bei weitem besser als alles was das Kapital bei jeder
anderen Insolvenz bekäme.
Vor allem aber würde es Griechenland dauerhaft retten, da ja der größte
Teil der Neuausgaben von Anleihen nur dazu dient um alte Kredite zu
verlängern und Zinsen zu bezahlen. Jeder Cent der da die Schuldsumme
verkürzt, schafft Raum und Freiheit für Griechenland. Die anderen
Großschuldner sollten Griechenland dann schnell folgen.
Wenn Banken pleite gehen ist das meist kein Verlust. Denn diese Bankster
schaden den Menschen mehr als sie nutzen. Das gleiche gilt für die
Versicherungen die zumeist nur Beiträge kassieren und im Schadensfall
Prozesse bis in alle Ewigkeit führen. Keine Gnade den Gierigen und
Betrügern.
Es wird Zeit, die Verantwortlichen zur Verantwortung zu ziehen und
dieses Pack nicht auch noch zu belobigen.